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Kampf den Geldmaschinen?

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don-limpio

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Kampf den Geldmaschinen?

by: don-limpio at 24.08.2010 13:27:44


BVB-Geschäftsführer Watzke las einem Bundesliga-Konkurrenten die Leviten.

Essen. In der Bundesliga wächst seit Jahren der Einfluss von Konzernen und Investoren - nicht jedem gefällt das. Vor allem BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke schimpft.

Hans-Joachim Watzke kann man nicht nachsagen, konfliktscheu zu sein. Wenn der Chef von Borussia Dortmund es für erforderlich hält, einem Bundesliga-Konkurrenten die Leviten zu lesen, dann baut er sich gerne in der ersten Reihe auf. Bislang hat er vor allem über Dietmar Hopp und sein Modell Hoffenheim geschimpft, und jetzt, ganz aktuell, hat sich der BVB-Geschäftsführer den Hamburger SV vorgeknöpft. „Was mich erschreckt”, verriet Watzke dem „Kicker”, „ist das, was in Hamburg passiert.” Dort an der Alster, warnt Watzke, gebe es eine Entwicklung, die „für die Außendarstellung der Liga extrem schädlich” sei. Es ist also wieder soweit: Der Einfluss von Großinvestoren oder Konzernen sorgt in der Bundesliga für neuen Diskussionsstoff.

Modell Hamburg

Die Frage, ob sich Watzke wirklich um die Außendarstellung der Liga sorgt, oder ob er von einem möglichen Wettbewerbsnachteil getrieben ist, kann man getrost vernachlässigen. Schließlich sind die Verhältnisse in Hamburg tatsächlich diskutabel, weil dort ein Großinvestor ungeniert versucht, die handelnden Personen unter Druck zu setzen und Vereinspolitik zu betreiben. Der Mann ist gebürtiger Hamburger, er heißt Klaus-Michael Kühne, er lebt in der Schweiz und er hat den Hamburgern 15 Millionen Euro überwiesen und dafür die Beteiligung an den Transferrechten mehrerer Profis erhalten.

In die Schlagzeilen ist er in diesen Tagen gerückt, weil er öffentlich über die Qualitäten mehrerer Neuzugänge lästert und zugleich die Verpflichtung eines weiteren Mittelfeldspielers fordert. Neu ist die Geschichte natürlich nicht. Ähnliches hat es in der Bundesliga oft genug gegeben. So ist auch Florian Homm unvergessen. Vor wenigen Jahren verglich der Hedge-Fonds-Manager Borussia Dortmund, in seiner Eigenschaft als BVB-Großaktionär, mit einem „Saustall”, den man unbedingt ordnen müsse. Zu jenen Zeiten, Anfang 2005, als die Borussia unmittelbar vor dem Ruin stand, war Hans-Joachim Watzke BVB-Schatzmeister.

Modell Traditionsverein

Kein Zweifel, für die großen Traditionsvereine wird es immer schwieriger, sich in der Bundesliga zu behaupten. Wer weiß, ob das hochverschuldete Schalke ohne Tönnies-Millionen, ohne Gazprom-Millionen, nicht längst hätte Insolvenz anmelden müssen. Wer weiß, wie viel kommunale Hilfe notwendig war, wie viel Steuergelder geflossen sind, um die Königsblauen wiederzubeleben. Und natürlich steht Schalke nur stellvertretend für viele andere der großen Klubs, die sich gegen VW Wolfsburg, Hopp Hoffenheim, Bayer Leverkusen und womöglich schon bald auch gegen RB Leipzig wappnen müssen.


Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp

Auf Dauer, betont Hans-Joachim Watzke, sei es erforderlich, „ein Äquivalent zu schaffen”, damit man „mit diesen Geldmaschinen” mithalten könne. Sonst, so seine düstere Prognose, „geht die Bundesliga kaputt.” Damit es soweit nicht kommt, hat der BVB-Chef eine Idee oft genug wiederholt, die für mehr Wettbewerbsgleichheit sorgen soll: Seiner Auffassung nach müssten die Fernsehgelder nach einem Schlüssel verteilt werden, der anhängerstarke Klubs wie Dortmund oder Schalke deutlich besser stellt als die Neureichen der Liga, die mit mickriger Anhängerschar durchs Land reisen müssen.

Modell Werksklub

In Wolfsburg hat der Fußball einen ungeheuren Stellenwert bekommen. Seit die Autobauer erkannt haben, wie positiv ein Markenimage über den Fußball transportiert werden kann, wird in der VW-Stadt im großen Stil investiert. Ähnliches gilt für das Bayer-Werk, das dem eigenen Team mit Michael Ballack mal eben einen Weltstar spendieren konnte. Gegen das Geld der Großkonzerne haben die traditionellen Klubs kaum noch eine Chance. Und dass weitere Konkurrenz droht, ist wahrlich kein Geheimnis. Schon bald dürfte RB Leipzig, aufgepäppelt mit Red-Bull-Millionen, und der FC Ingolstadt, aufgepäppelt mit Audi-Millionen, in der Bundesliga vorspielen.

Modell Hoffenheim

175 Millionen Euro soll Dietmar Hopp in 1899 Hoffenheim gepumpt haben. Doch der Klub soll sich, wie der Milliardär immer wieder versichert, selbst tragen. Junge, hochtalentierte Spieler kaufen, sie auszubilden, und sie möglichst teuer verkaufen, so skizziert Hopp seine Idee, die jetzt erstmals mit Leben gefüllt wird. Carlos Eduardo, der brasilianische Nationalspieler, verlässt den Verein für eine zweistellige Millionensumme und wechselt nach Russland. „Der Transfer zeigt, dass wir in der Bundesliga angekommen sind. Zum ersten Mal erzielt Hoffenheim ein Einnahme-Plus“, freut sich Hopp, der sich womöglich bald wieder über kräftige Rendite freuen kann. Wie es heißt, kommt Sebastian Rudy vom VfB Stuttgart. Der Mittelfeldspieler ist erst 20 Jahre alt.

Nein, liebe Zuschauer, das ist keine Zeitlupe, der läuft wirklich so langsam.
Werner Hansch

!!! Link zu allen Autogrammkarten des BVB, hier !!!

Answer Last edited on 24.08.2010 13:29:39.

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